1945 - 1949

Mit Beendigung des Zweiten Weltkrieges brechen auch die öffentlichen Verwaltungen zusammen; die Kommunen versuchen, dem sich abzeichnenden Chaos Einhalt zu gebieten. Der Strom der Heimatvertriebenen aus dem Osten wächst, Kriegsteilnehmer und Evakuierte kehren in Scharen zurück, Jugendliche irren heimatlos auf den Landstraßen herum. Es mangelt an Lebensmitteln, Kohle, Kleidung und allen Dingen des täglichen Bedarfs. Die katastrophale Versorgungslage lässt den Schwarzmarkt aufblühen. Flüchtlingslage und Notunterkünfte sind überfüllt und primitiv. Die Sterblichkeitsrate steigt, Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten nehmen besorgniserregend zu. Die Kriminalität steigt, besonders unter Jugendlichen, die keine Zukunftsperspektiven haben.

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