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Djelem Djelem: warum die AWO in Dortmund interkulturell feiert

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Von: Wolfgang Barth

Die Einwanderungsgesellschaft ist alles andere als ein immerwährendes Straßenfest, bei dem zu Tangorythmen Solidaritätsdöner gegessen wird. Die Gestaltung der Einwanderungsgesellschaft ist durchaus mit Streit verbunden, mit Aushandeln und der langwierigen Suche danach, wie aus den alten Erzählungen von "Wir gegen Die" eine neue Erzählung vom gemeinsamen "Wir" wird. Aber manchmal muss man eben doch einfach mal miteinander feiern.

 

Die AWO in Dortmund organisiert deshalb bereits zum vierten Mal das Roma- Kulturfestival Djelem Djelem. 2014 gab es gute Gründe, so ein Fest ins Leben zu rufen: 

 

Das Thema Zuwanderung aus Südosteuropa wurde bundesweit negativ diskutiert, was nicht selten verstärkte Diskriminierung und Ausgrenzung zur Folge hatte, und zwar besonders von denjenigen, die der Ethnie der Roma angehören. Die Debatte wurde häufig ausschließlich und fälschlich defizitär geführt. 

 

Dem sollte ein deutliches Gegengewicht gegenübergestellt werden. Die Devise lautete: nicht immer nur über die Migrant*innen sprechen. Sondern endlich einmal mit ihnen. Das Festival Djelem Djelem sollte dabei einen wichtigen Beitrag leisten. 

 

Aus der Idee ist inzwischen ein großes und sehr erfolgreiches Festival gewachsen. Und die Gründe für seine Gründung haben nach wie vor Aktualität. 

 

In diesem Jahr findet das Festival vom 4. -9. Oktober statt. Mittlerweile ist das Fest so groß geworden, dass es die AWO nicht mehr alleine, sondern mit zahlreichen befreundeten Organisationen gemeinsam durchführt. 

 

Wer in Dortmund sein kann, ist herzlich eingeladen, mitzufeiern. Die Veranstaltungen finden an vielen verschiedenen Orten statt und bieten ganz sicher für jeden Feiergeschmack das Richtige: die Festivaleröffnung mit der Präsentation eines Jugendkunstprojektes aus der Dortmunder Norstadt, musikalisches Begleitprogramm und anschließende Lesung mit Samuel Mago (Schriftsteller und Roma Aktivist) im Theater im Depot, ein Konzert der Brass Band „Mahala Rai Banda“ (Rumänien) im Jazzclub Domicil, eine Fachtagung der AWO Dortmund für Schulsozialarbeiter*innen und Pädagog*innen und ein Theatergastspiel mit Gianni Jovanovic im Theater im Depot, eine Blockparty mit diversen Musikacts und ein Familienfest im Dietrich-Keuning Haus u.v.a.

Dies ist ein Blogpost im Rahmen des AWO-Wahlcountdowns 2017. Die Wochen vor der Wahl begleitet die AWO mit ihrem Wahlcountdown: 12 Forderungen an die Politik, eingebettet in 12 Themenwochen. Dieser Blogpost ist Teil der Themenwoche "Migration und Flucht".

Alle Themenwochen des Wahlcountdowns gibt es hier.

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