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07.07.2017 | Veröffentlichung

AWO-Wahlcountdown 2017

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Von: Ragnar Hoenig

Noch 1 Woche bis zur Wahl:
Thema Sozialwirtschaft

In einer Woche wird der neue Bundestag gewählt. Die AWO hat die letzten 12 Wochen mit ihrem Wahlcountdown begleitet und dabei 12 Forderungen an die Politik - eingebettet in 12 Themenwochen - gestellt.

 

Thema diese Woche: Sozialwirtschaft

In dieser letzten Woche vor der Bundestagswahl dreht sich alles um die Sozialwirtschaft. „Obwohl die Sozialwirtschaft eine der größten Wirtschaftsbranchen im Lande ist, fristet sie ein Schattendasein“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler im Drei-Fragen-Interview der Woche. Als die unmittelbar größten Herausforderungen für die Wohlfahrtsbranche bezeichnet er es, aus der Digitalisierung den bestmöglichen Nutzen zu ziehen und die Einführung von Branchentarifverträgen Soziales.

Für die AWO ist völlig klar, dass soziale Arbeit neu bewertet werden muss. „Soziale  Dienstleistungen, die Menschen helfen, stabilisieren, pflegen und unterstützen, dürfen nicht länger nur als Kostenfaktor angesehen werden. Sie sind ein enormes Potenzial für den Wirtschaftsstandort Deutschland“, zeigt sich der AWO Bundesvorsitzende überzeugt. Die Sozialwirtschaft aufzuwerten, könnte durch die Einführung von Branchentarifverträgen Soziales gelingen. Dazu erklärt Stadler: „In der Sozialbranche gibt es über tausend verschiedene Tarifverträge und arbeitsrechtliche Vereinbarungen. Diese Zersplitterung und dieses Wirrwarr schaden der Branche enorm und gefährden ihre an sich guten Zukunftsaussichten.“

Als eine weitere Herausforderung, die es positiv zu nutzen gilt, bezeichnet Stadler den zunehmenden Technikeinsatz in der Sozialwirtschaft. „Derzeit sind noch keine Roboter in Sicht, die eine gelernte Erzieherin oder einen gelernten Altenpfleger ersetzen könnten“, stellt Stadler klar und erklärt, dass ein zunehmender Technik-Einsatz die Fachkräfte sogar entlasten werde. Sei es durch Hebesysteme in der Pflege oder Assistenzroboter, die den Transport von Wäsche und Essen übernehmen können. Dagegen sieht Stadler es als eine bedenkenswerte Entwicklung an, dass immer mehr Plattformen soziale bzw. haushaltsnahe Dienstleistungen anbieten. Zum einen arbeiten die Meisten dort selbständig und ohne jede soziale Absicherung. Und zum anderen spielen dort weder Qualifikation, noch Führungszeugnis, noch die Arbeitsqualität eine Rolle. Deshalb fordert Wolfgang Stadler: „Diese Plattformen müssen den gleichen gesetzlichen Regelungen unterliegen, wie niedergelassene Anbieter sozialer Dienstleistungen.“

Digitalisierung in der Sozialwirtschaft

Wie kann der digitale Wandel tatsächlichen Fortschritt bringen? Mehr.

Der AWO-Wahlcountdown 2017:

In 12 Wochen stellt die AWO 12 Forderungen an die Politik.

Im Rahmen ihres Wahlcountdowns leitet die AWO ab dem 03. Juli jeweils montags durch ein Drei-Fragen-Interview eine Themenwoche ein. Alle Infos werden auf awo.org und in den Social-Media-Kanälen des AWO Bundesverbandes bereitgestellt. Die Kampagne wird im Netz unter dem Hashtag #awobtw17 gebündelt.

Verfestigte Armut

Trotz guter wirtschaftlicher Lage ist die Armutsquote konstant hoch. Gründe dafür und was dagegen getan werden muss werden in einenr Analyse der AWO agenannt. Mehr.

Schuldnerberatung

Die AWO fordrt einen Zugang zur Schuldnerberatung für Alle! Mehr.

Aktionstag Umverteilung

Die AWO ist Mitglied im Bündnis "Reichtum umverteilen - ein gerechtes Land für alle!", das am 16. September 2017 zum bundesweiten Aktionstag für eine gerechte Umverteilung im Land aufruft. Mehr.

Pflegeverantwortliche müssen gestärkt werden

Die drei Pflegestärkungsgesetze waren ein guter Anfang - aber lange nicht ausreichend. Mehr.

Wir brauchen die solidarische Bürgerversicherung

Damit pflegebedürftige Menschen auch in Zukunft eine angemessene Pflege und Betreuung erhalten. Mehr.

Pflege darf nicht arm machen

Wer Angehörige pflegt, muss viele Opfer bringen. Viel zu viele, findet die AWO, und fordert deutliche Entlastung für pflegende Angehörige. Mehr.

Woche 4: Rassismus

AWO aktiv gegen Rassismus. Mehr.

Woche 5: Bildung und Erziehung

Qualität in Bildung und Erziehung sichern. Mehr.

Woche 6: Gesundheit

Für eine gerechte und soziale Gesundheitsversorgung. Mehr.

Woche 7: Bürgerschaftliches Engagement

Bürgerschaftliches Engagement allen ermöglichen. Mehr.

Woche 8: Migration und Flucht

Einwanderung gestalten. Mehr.

Woche 9: Frauen und Familie

Konsequente Gleichstellungspolitik. Mehr.

Woche 10: Arbeitsmarkt

Engagierte Arbeitsmarktpolitik für alle Bevölkerungsgruppen. Mehr.

Woche 11: Kinder und Jugend

Chancengerechtes Aufwachsen für alle Kinder sicherstellen. Mehr.

Woche 12: Rente

Senken des Rentenniveaus sofort stoppen. Mehr

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