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AWO Bundesverband e.V. zum Internationalen Tag der Familie

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Von: Kitty Thiel

AWO unterstütz den Aufruf #FamilienGehörenZusammen

Anlässlich des 28. Internationalen Tages der Familie, ein offizieller Gedenktag der Vereinten Nationen, fordert der AWO Bundesverband das Recht auf Familie auch für Geflüchtete und weist in diesem Zusammenhang auf die hohen Hürden des Familiennachzugs hin. 

Die Einheit der Familie ist ein geschütztes Menschenrecht auf aller höchsten Ebene. Daher fordert der AWO Bundesverband:  

  • Der Schutzumfang im Rahmen der Familienzusammenführung für subsidiär Geschütze darf nicht hinter dem Schutz zurückfallen den Anerkannte nach der Genfer Flüchtlingskonvention genießen
  • Geschwister müssen vom Begriff der Kernfamilie mit umfasst werden, die Lebensunterhaltsicherung und das Wohnraumerfordernis darf beim Familiennachzug zu unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten und deren Geschwister keine Rolle spielen
  • Hürden bei der Erbringung von Sprachnachweisen der Ehegatten und Dokumentenbeschaffung müssen berücksichtigt und menschliche, unbürokratische / pragmatische Lösungen geschaffen werden
  • Termine für die Antragsstellung bei den Auslandsvertretungen müssen zeitnah erteilt und die Visaverfahren beschleunigt werden

Familiennachzug hat für den Zugang zu internationalem Schutz auf sicherem und legalem Wege sowie für die Integration der bereits in Deutschland befindlichen schutzberechtigten Personen eine zentrale Bedeutung. Die Trennung von Angehörigen und die damit verbundenen Unsicherheiten können sich negativ auf das Erlernen einer neuen Sprache, die Suche nach einer Wohnung oder Arbeit sowie den Aufbau sozialer Kontakte auswirken.

Der AWO Bundesverband e.V. unterstützt daher die Aktion #FamilienGehörenZusammen von ProAsyl und zeichnet den Aufruf #FamilienGehörenZusammen mit. Insgesamt wird der Aufruf von rund 200 zivilgesellschaftlichen Organisationen – von der Caritas und der Diakonie über verschiedene evangelische Landeskirchen, dem Kinderschutzbund bis hin zu den Flüchtlingsräten und Verbänden wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband – und sieben (Ober-) Bürgermeister*innen aus unterschiedlichen Parteien getragen.

Die Unterzeichnenden des Aufrufes fordern den Bundestag und die Bundesregierung auf: 

Stellen Sie sicher, dass Geflüchtete als Familie zusammenleben können! 

Setzen Sie sich ein:

  • Für eine rechtliche Gleichstellung von subsidiär Geschützten und Flüchtlingen 
  • Für eine digitale Beantragung von Visaanträgen und die Bearbeitung innerhalb von wenigen Wochen
  • Auch minderjährige Geschwisterkinder dürfen nicht vom Familiennachzug ausgeschlossen werden“

 

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