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Wer hilft in der letzten Lebensphase?

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Von: Gudula Wolf

Die Begleitung Sterbender und Ihrer Angehörigen - wer hilft in der letzten Lebensphase? Wo kann ich Unterstützung bekommen?

Viele Fragen für die alle Beteiligten

Wie kann eine hilfreiche Beziehung zum sterbenden Menschen aufgebaut werden? Soll ich als Angehörige*r unbedingt letzte Dinge klären? Wie verhalte ich mich bei meinem „dementen“ Vater? Welche Angebote bieten  Hospizdienste an und wie finde ich diese ?

Fragen Sie Ihre Hausärzt*innen. Sie sollten gute Ansprechpartner*innen für die Bedürfnisse in der Versorgung sein.

Mit den besonderen Betreuungs- und Versorgungskonzepten der Palliativpflege und Hospizarbeit werden schwerstkranken  und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen am Ende ihres Lebens Hilfe und Unterstützung angeboten. Dabei soll dem Sterbenden ermöglicht werden, die ihm verbleibende Lebenszeit in größtmöglicher Selbstständigkeit, Schmerzfreiheit und Geborgenheit zu erleben. Dies erfordert neben einer guten palliativmedizinischen und pflegerischen Versorgung eine verlässliche psychosoziale und spirituelle Fürsorge.

 

Weitere Fragen? Nutzen Sie den Expertenchat zum Thema!

Expertenchat  zum Thema Begleitung von Sterbenden und ihren Angehörigen.

Am 28.Juni 2018 in der Zeit von 14:00 bis 15:30 Uhr können interessierte und betroffene Personen sich mit einem Experten über Fragen zur Sterbebegleitung, zu Versorgungsangeboten und weiteren Hilfestellungen in einem Chat austauschen - auch ohne Registrierung: awo-pflegeberatung.de

Im Mittelpunkt steht dabei der kranke Mensch, die Angehörigen und Nahestehenden. Im Vordergrund werden die individuellen Wünsche und Bedürfnisse berücksichtigt. Die Betroffenen können bis zu ihrem Tod zu Hause, in einem Hospiz, einem Tages-Hospiz oder auch in einem Pflegeheim leben. Wird von palliativer Versorgung gesprochen, dann wird im Wesentlichen die allgemeine ambulante Palliativversorgung von der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung unterschieden. Ergänzend hierzu gibt es die Angebote der Hospizbetreuung durch ambulante Hospizdienste oder stationäre Hospize.

Eine allgemeine Übersicht

Allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV)

Mit der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung werden die individuelle Lebensqualität und die Selbstständigkeit der Betroffenen soweit es geht erhalten, gefördert oder verbessert. Im Vordergrund stehen hier die beständige Versorgung von Haus – und Fachärzt*innen, sowie die gemeinsame Arbeit mit anderen Berufsgruppen, wie Seelsorger*innen, Sozialarbeiter*innen, Pflegeeinrichtungen oder ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen von ambulanten Hospizdiensten. Diese bieten eine qualifizierte Begleitung in Krankenhäusern, Seniorenzentren oder zu Hause. Dabei arbeiten sie Hand in Hand mit palliativen und pflegerischen Professionen zusammen. Die Einbeziehung von Angehörigen und Nahestehenden in die Begleitung und Unterstützung bis hin zur Trauerbegleitung wird als sehr hilfreich erlebt.

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung richtet sich in erster Linie an die Betroffenen in ihrem letzten Lebensabschnitt und deren soziales Umfeld. Im Vordergrund stehen die Krankheitszeichen und Leiden der Erkrankung, diese einzelfallgerecht zu lindern sind. Dazu steht ein spezialisiertes multiprofessionelles Palliativteam rund um die Uhr für die Versorgung zu Hause oder in einer Einrichtung zur Verfügung. Die SAPV ist eine Ergänzung zur Arbeit der Hausärzt*innen und Pflegedienste. Alle Mitarbeiter*innen in einem SAPV-Team haben eine spezielle Ausbildung im Bereich Palliative Care.

Stationäres Hospiz

Ist die Versorgung in der gewohnten Umgebung nicht mehr möglich und eine Krankenhausbehandlung nicht notwendig oder erwünscht, kann die Aufnahme in ein stationäres Hospiz erfolgen. Diese sind baulich, organisatorisch und wirtschaftlich eigenständige Einrichtungen. Im Mittelpunkt stehen die schwerstkranken und sterbenden Menschen mit Ihren Wünschen und Bedürfnissen. Die  Versorgung wird durch haupt – und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in Zusammenarbeit mit palliativmedizinisch erfahrenen Hausärzt*innen gewährleistet.

 

Bei all diesen Angeboten gilt es, miteinander in großem Respekt umzugehen und eine Haltung großer Wertschätzung einzunehmen. Dies ist besonders herausfordernd in Sterbesituationen.

Humanistischer Hospizdienst der AWO Stuttgart

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