Ereignisse

Görlinger

29.07.1888 - 10.2.1954

Robert Görlinger stammt aus Enzheim in der Pfalz, seine ganze Liebe gehörte jedoch der Stadt Köln, die ihn 1905 erstmalig in ihren Bann zog. Als politisch interessierter Arbeiter kam er als Gewerkschaftsmitglied früh auf die "schwarze Liste".

1915 wurde er Soldat und 1917 schwer verwundet. Im Lazarett in Berlin liegend wurde er 1918 Mitglied des Soldatenrates. 1919 kehrte er erneut nach Köln zurück und wurde zum Stadtverordneten gewählt.

Seit 1923 führte Robert Görlinger die Geschäfte der Arbeiterwohlfahrt in Köln und seit 1929 leitete er ein Spezialbüro für Lotterien beim Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt. 1933 musste Robert Görlinger über einige Zwischenstationen nach Frankreich emigrieren. Mehrfach interniert, 1941 aus politischen Gründen zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt, wurde er 1945 von den Engländern aus KZ-Haft befreit.

Seit 1945 gehörte Robert Görlinger dem Parteivorstand der SPD an und war von 1946 bis 1949 Vorsitzender des Hauptausschusses der Arbeiterwohlfahrt; er wurde Mitglied des Zonenbeirates, des Landtages Nordrhein-Westfalen und des Bundestages. Bis zu seinem Tod war er Bürgermeister, zwei Jahre davon Oberbürgermeister von Köln.

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