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04.10.2018 | Pressemitteilung

AWO Bundesverband fordert schnelle Untersuchung in Sachen Kita der AWO Schwerin

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Von: Mona Finder

Der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler kommentiert die Berichterstattung um die vom AWO Kreisverband Schwerin auf Mallorca betriebene Kita wie folgt:

 

„Als Trägerin von über 2.500 Kitas ist die AWO von der Wichtigkeit überzeugt, mit einer qualitativ guten Kinderbetreuung einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. In wie weit der Betrieb einer Kita auf Mallorca im Sinne dieses Beitrages angemessen und sinnvoll ist, kann von uns mit den uns bisher vorliegenden Informationen nicht nachvollzogen werden. Deshalb haben wir den AWO Landesverband Mecklenburg Vorpommern aufgefordert, eine umfangreiche Untersuchung gemäß dem Statut der Arbeiterwohlfahrt beim AWO Kreisverband Schwerin-Parchim durchzuführen und die Hintergründe für den Betrieb einer Kita in Mallorca vollständig aufzuklären. Den Verweis der AWO Schwerin auf die im Verbandsstatut genannte Förderung von Projekten im In- und Ausland, insbesondere der Entwicklungszusammenarbeit, können wir im Zusammenhang mit der Ferieninsel Mallorca nicht gelten lassen und erscheint im Gegenteil ausgesprochen fragwürdig.

 

Grundsätzlich sind die Kreisverbände der AWO selbständig organisierte Verbände. Sie sind in ihrem unternehmerischen Handeln an Satzung und Statut der AWO gebunden. Selbst wenn der Betrieb einer Kita auf Mallorca nicht ausdrücklich von den Statuten ausgeschlossen wird, muss der Betrieb einer solchen Einrichtung gegenüber den Mitgliedern, den Spendern und den Zuschussgebern vermittelbar und angemessen sein. Daher gilt es für den Bundesverband, die Beweggründe, Ziele, vertraglichen Grundlagen mit den spanischen Behörden und auch sämtliche wirtschaftlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb der Einrichtung genau zu klären. Dazu gehört auch die Beantwortung der Frage, welcher Aufwand erforderlich ist und war - Begleitung durch Geschäftsführung und Vorstand -, um die Trägerschaft der Kita zu gewährleisten.

 

Ich bin davon überzeugt, dass der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern selbst ein starkes Interesse an einer schnellen Aufklärung hat und alle erforderlichen Schritte umgehen einleiten wird.“

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