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10.04.2019 | Artikel

Zahl der Drogentoten 2018 unverändert hoch

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Von: Kerstin Guderley

2018 starben in Deutschland 1276 Menschen an illegalen Drogen. Um Leben zu retten und Menschen vor den Gefahren des Drogenkonsums schützen zu können, sind vor allem kommunale Suchtberatungsstellen eine wichtige Anlaufstelle für Suchtkranke und deren Familien. Dabei werden sowohl Konsumierende von illegalen als auch von legalen Substanzen beraten. Auch für Spielsüchtige stehen Beratungsangebote zur Verfügung. Die teilweise prekäre Finanzierungssituation der Beratungsstellen stellt  jedoch eine Bedrohung für die nachweislich erfolgreichen Leistungen des Suchthilfeangebotes dar.

 „Wenn wir Menschen mit Suchtproblemen frühzeitig erreichen wollen, dann brauchen wir leicht zugängliche Hilfe vor Ort. Das macht eine kommunale Suchthilfe so wichtig. Es ist höchste Zeit, die Suchtberatung bestmöglich für die Zukunft aufzustellen. Die Herausforderungen an die Einrichtungen in den Städten und Gemeinden wachsen. Aber mehr leisten bei gleichbleibender Finanzierung – das funktioniert nicht!“ sagt die Drogenbeauftragte Mortler.

Auch die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. und ihre Mitgliedsverbände weisen in ihrem heute veröffentlichten Notruf Suchtberatung - Stabile Finanzierung jetzt! auf die zentralen Aufgaben, jedoch unstabile Finanzierung der Suchtberatung hin und fordern Unterstützung für die unverzichtbare Arbeit mit Suchtkranken.

Die AWO unterhält bundesweit über 80 Suchtberatungsstellen und ist Mitgliedsverband bei der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. 

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