Ereignisse

Wachenheim

*27.08.1891  † 08.10.1969

Hedwig Wachenheim gehörte zu den Frauen und Männern, von denen das Sozialwesen der Weimarer Republik maßgeblich beeinflusst wurde. Neben ihrer beruflichen Aufgabe als Regierungsrätin im Reichsinnenministerium, ihrer Tätigkeit als Parlamentariern und neben der Schriftleitung der Fachzeitschrift „Arbeiterwohlfahrt“ leitete sie die von ihr initiierte AW-Wohlfahrtsschule, gehörte dem Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt an, war Vorsitzende seiner Fachkommission „Ausbildung“ und Mitglied in mehreren zentralen und internationalen Fachgremien.

Die von ihr redigierte Zeitschrift „Arbeiterwohlfahrt“ erwarb sich bald nach ihrem Erscheinen den Rang eines hervorragenden Fachblattes. Keine andere Fachzeitschrift in Deutschland hat in den Jahren von 1931 bis 1933 so deutlich Stellung genommen, so eindringlich gewarnt und leidenschaftlich aufgerufen, den freiheitlichen und sozialen Staat zu erhalten und zu verteidigen.

Die dunklen Jahre der Diktatur verlebte Hedwig Wachenheim als Emigrantin. In New York hatte sie ein Domizil gefunden, sie wurde amerikanische Bürgerin. Als der Hitlerstaat in dem von ihm heraufbeschworenen Zusammenbruch versunken war, kehrte sie als Angehörige amerikanischer Behörden zurück. Ihr Buch „Die deutsche Arbeiterbewegung 1844-1914“ ist von ihr selbst wohl als Krönung ihres Lebens empfunden wurden.

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