AWO Historie

Geschichte der AWO

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Die Arbeiterwohlfahrt wurde am 13. Dezember 1919 auf Initiative von Marie Juchacz gegründet. Mit ihrer annähernd 100-jährigen Geschichte zählt die AWO zu den ältesten Wohlfahrtsverbänden in Deutschland. Auf dieser Seite geben wir einen kurzen Überblick zur Geschichte und Entwicklung der AWO von der Weimarer bis zur Berliner Republik.

Nisblé

*28.03.1945

Hans Nisblé wurde 1945 in Berlin-Moabit geboren. Seine berufliche Laufbahn begann nach dem Schulabschluss als Bürobote, später war er in der Schriftgießerei der Ullstein GmbH, Druckhaus Tempelhof, tätig. Der Bau der Mauer war für Hans Nisblé der entscheidende Anlass, 1961 Mitglied der SPD zu werden. Der Weg in die SPD sei für ihn aber vor allem mit Personen verbunden gewesen, sagt Nisblé. Mit Willy Brandt und Helmut Schmidt, die ihn wie viele seiner Altersgenossen faszinierte, oder mit Karl Richter, dem früher ältesten aktiven Berliner SPD - Mitglied und damaligen Vorsitzenden der IG Druck und Papier. Ihn lernte Nisblé als Betriebsjugendvertreter bei der Ullstein GmbH, dem späteren Druckhaus Tempelhof, kennen.

Nach seiner Ausbildung konnte Hans Nisblé von 1966 bis 1968 Verwaltungserfahrung als Angestellter des Bezirksamtes Tiergarten sammeln. 1968 wurde er zum Kreisgeschäftsführer des SPD-Wedding gewählt und damit zum damals bundesweit jüngsten Parteisekretär.

Das Amt hatte er bis 1978 und erneut von 1981 bis 1986 inne. Unterbrochen wurde diese Zeit durch seine Tätigkeit für den AWO Landesverband als Leiter des Organisations- und Pressereferats, als stellvertretender Geschäftsführer und danach als Landesgeschäftsführer der Berliner AWO.

Von 1971 bis 1985 gehörte Hans Nisblé der Weddinger Bezirksverordnetenversammlung an. Im Jahr 1985 wurde Nisblé Mitglied des Abgeordnetenhauses. 1986 wurde er zum Bezirksstadtrat für Sozialwesen seines Heimatbezirks Wedding gewählt. Als Bezirksstadtrat mit unterschiedlichen Ressortzuschnitten wurde er mehrfach im Amt bestätigt, bis ihn die Weddinger BVV schließlich 1994 zum Bezirksbürgermeister wählte. Dieses Amt übte er nach der Wiederwahl von 1995 bis 2000 aus. Im Jahr 2001 war Hans Nisblé nochmals Bezirksstadtrat für Soziales und Gesundheit sowie stellvertretender Bürgermeister des neuen Bezirks Mitte.

Mitglieder und Freunde der AWO haben Hans Nisblé bei unterschiedlichen Gelegenheiten kennen lernen können, nicht nur durch die oben erwähnte hauptamtliche Tätigkeit. Seitdem er 1967 Mitglied der AWO wurde, hat er sich auf unterschiedlichen Ebenen ehrenamtlich engagiert - in Fachausschüssen des Landesverbandes, in Beiräten der AWO-Stiftungen und Gesellschaften, als stellv. Landesvorsitzender und in seinem Heimatkreis Wedding, bzw. Mitte als Vorsitzender.

Als Schwerpunkte der Arbeit nach seiner Wahl 2004 zum Landesvorsitzenden der AWO Berlin nannte Nisblé u.a. die Durchführung weiterer Kreisfusionen, die Konsolidierung der Finanzen, die verstärkte Zusammenarbeit mit der SPD und befreundeten Verbänden, die weitere Entwicklung der AWO im Ostteil der Stadt, vor allem aber Entwicklung von Angeboten die auch junge Menschen und Familien ansprechen, damit auch dadurch neue Mitglieder gewonnen werden können. Die Mitglieder seien das Herz des Verbandes und die ehrenamtliche Arbeit, die von ihnen geleistet werde, stelle ein Stück demokratischer Mitverantwortung dar, das Grundbestandteil einer wahren Demokratie sei.

In all seinen Funktionen und Aufgaben, einschließlich in der evangelischen Kirche, war es immer sein Ziel das Leben von benachteiligten Menschen zu verbessern. Das Miteinander steht stets im Mittelpunkt seiner Arbeit.

Seit 2015 ist Hans Nisblé Träger der Marie-Juchacz-Plakette, der höchsten Auszeichnung der Arbeiterwohlfahrt.

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