AWO Historie

Geschichte der AWO

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Fotos und Dokumente zur Geschichte der AWO, die uns bei der Vorbereitung des Verbandsjubiläums „100 Jahre AWO in 2019“ unterstützen. Nehmen Sie gerne Kontakt auf.

Die Arbeiterwohlfahrt wurde am 13. Dezember 1919 auf Initiative von Marie Juchacz gegründet. Mit ihrer annähernd 100-jährigen Geschichte zählt die AWO zu den ältesten Wohlfahrtsverbänden in Deutschland. Auf dieser Seite geben wir einen kurzen Überblick zur Geschichte und Entwicklung der AWO von der Weimarer bis zur Berliner Republik.

Heine

*06.12.1904  † 05.05.2002

Fritz Heine wurde in Hannover geboren.

Er machte eine kaufmännische Lehre und war von 1923-1925 als kaufmännischer Angestellter tätig.

1922 trat Heine in die SPD ein und ging 1925 als Volontär nach Berlin zum Parteivorstand, wo er ab 1928 die Werbe- und Propagandaabteilung aufbaute. Nach anfänglicher Untergrundarbeit gegen die NS-Herrschaft musste er im Mai 1933 nach Prag fliehen. Dort wirkte er unter anderem als Sekretär des Exil-Parteivorstands der SPD (Sopade) für Verlags- und Propagandafragen. 1938 wechselte Heine, der Redaktion des "Neuen Vorwärts" folgend, nach Paris. 1940 gelangte er nach kurzer Internierung in den noch unbesetzten Teil Frankreichs und wurde einer der Hauptorganisatoren bei der Rettung von Flüchtlingen durch Ausreise in die USA. Über Lissabon musste er 1941 weiter nach Großbritannien gehen, wo er wieder als Mitglied des Exil-Parteivorstands fungierte und ab 1942 in Rundfunksendern im Rahmen der Psychologischen Kriegsführung arbeitete.

1946 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde im Mai hauptamtliches Vorstandsmitglied der SPD, was er bis 1958 blieb. 1958-1974 war er Geschäftsführer der "Konzentration GmbH". Daneben nahm er u.a. das Amt eines Vorstandsmitglieds der Friedrich-Ebert-Stiftung wahr. 1990 wurde er Ehrenmitglied in diesem Gremium. 

Fritz Heine wurden wegen seiner großen Verdienste unter anderem in der Emigration während der Zeit des Nationalsozialismus, sowie beim Wiederaufbau der Demokratie in Deutschland nach 1945 das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern, dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Er wurde als "Gerechter der Völker" (Yad Vashem) ausgezeichnet und war Träger des Wenzel-Jaksch-Preises. 

Er starb am 5. Mai 2002 in Zülpich. 

1971 wurde er mit der Marie-Juchacz-Plakette geehrt.

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