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Träger müssen politische Bildung in den Freiwilligendiensten stärker selbst organisieren dürfen

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Von: Alexandra Hoorn

Jedes Jahr engagieren sich rund 5.000 Freiwillige im FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) oder BFD (Bundesfreiwilligendienst) bei der AWO.  

 

Pädagogische Begleitung wertet den praktischen Einsatz auf
Damit diese Zeit des Engagements für die Freiwilligen ein gewinnbringendes Orientierungs- und Bildungsjahr wird, wird der praktische Einsatz in einer sozialen Einrichtung durch 25 Bildungstage ergänzt. In der besonderen Verbindung von praktischem Engagement und pädagogischer Begleitung leisten die Freiwilligendienste bei der AWO einen besonderen Beitrag zur Demokratiebildung und zur Förderung der gesellschaftlichen und politischen Partizipation.   

 

Politische Bildung hat eine besondere Bedeutung bei der AWO
Fester Bestandteil der Bildungsarbeit im FSJ und BFD bei der AWO ist die politische Bildung. Dahinter steht der Anspruch, den vornehmlich jungen Freiwilligen politische und soziale Beteiligungs- und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und sie zu praktischer Mitgestaltung zu ermuntern. In den begleitenden Bildungstagen wird deshalb der praktische Einsatz reflektiert und in Zusammenhang gebracht mit Fragen von sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe, von Armut und Reichtum oder Nachhaltigkeit.

Dazu gehört auch, Geschichte und Werte der AWO zu vermitteln. Und gerade heute sind diese aktueller denn je. Dies wurde besonders eindrücklich bei einer Begegnung von deutschen und französischen Freiwilligen im Rahmen der pädagogischen Begleitung. Durchgeführt vom AWO Bezirksverband Weser-Ems, dem AWO Jugendwerk Hannover und der französischen Partnerorganisation Les Francas, trafen sich die jungen Freiwilligen eine Woche lang in Deutschland. Während dieser Woche und und bei einer Rückbegegnung in Frankreich setzten sie sich mit den Werten der AWO und der Francas sowie der europäischen Perspektive auseinander und stellten fest, wie viele Ähnlichkeiten es doch gibt. 

 

Verpflichtung, Freiwillige an die Bildungszentren des Bundes zu schicken
Bisher besteht im BFD die Pflicht, das gesetzlich vorgeschriebene einwöchige Seminar zur Politischen Bildung an den Bildungszentren des Bundes zu absolvieren. Dies erschwert es den Trägern, die bestehenden Gruppen durchgängig zu begleiten und Politische Bildung als Querschnittsthema zu gestalten, was den direkten Bezug zum praktischen Einsatz und zu den Grundwerten der AWO ermöglicht. Zudem sind die Modalitäten der Buchung und Stornierung an den Bildungszentren sehr arbeitsaufwendig und für die Träger mit einem finanziellen Risiko verbunden, wenn Freiwillige unentschuldigt fehlen. 

 

Die AWO fordert, die Politische Bildung in Eigenregie durchzuführen
Daher fordert die AWO, den Belegungszwang an den Bildungszentren aufzuheben und den Trägern zu ermöglichen, das Seminar zur Politischen Bildung wie alle anderen Seminare selbst zu organisieren (mit einer entsprechenden Förderung).

Dies ist ein Blogpost im Rahmen des AWO-Wahlcountdowns 2017. Die Wochen vor der Wahl begleitet die AWO mit ihrem Wahlcountdown: 12 Forderungen an die Politik, eingebettet in 12 Themenwochen. Dieser Blogpost ist Teil der Themenwoche "Bürgerschaftliches Engagement".

Alle Themenwochen des Wahlcountdowns gibt es hier.

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