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Soziale Armut von älteren Menschen verhindern!

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Von: Katrina Pfundt

Nach den Berechnungen des Instituts für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) in  Köln hat jeder dritte alte Mensch seltener als einmal im Monat Kontakt zu Nachbarn, Freunden oder Verwandten. Demnach können ein Drittel aller alten Menschen soziale Teilhabemöglichkeiten nur in sehr eingeschränktem Maße wahrnehmen.

Quartiersentwicklung und sozialraumorientierte Versorgungskonzepte stellen vor dem Hintergrund sich ändernder gesellschaftlicher und sozialer Strukturen und veränderten Bedarfslagen (mehrheitlicher Wunsch im Alter in der eigenen Häuslichkeit/ Quartier wohnen zu bleiben, zunehmende Erwartungen hinsichtlich Selbstbestimmung und Selbstständigkeit), eine konstruktive Lösungsoptionen in der Altenpflege dar. Dafür gilt es Stadtteile/ Quartiere so zu gestalten, dass alten Menschen auch im Falle von Hilfe- und/ oder Pflegebedürftigkeit ein Verbleib in der eigenen Häuslichkeit und/ oder im vertrauten Quartier möglich wird. Notwendig sind nicht nur eine wohnortnahe aufeinander abgestimmte und miteinander verzahnte Beratungs-, Versorgungs- und Unterstützungslandschaft und wohnortnahe Infrastrukturen, sondern vor allem auch lokale Teilhabemöglichkeiten, die Isolation und Vereinsamung und damit sozialer Armut entgegenwirken.

Die AWO ist seit 2012 verstärkt im Bereich alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung aktiv - in den vergangenen 5 Jahren (2012 – 2017) wurden 76 Quartiersentwicklungsprojekte an über 65 Standorten aufgebaut und umgesetzt. Ein gutes Beispiel für ein erfolgreiches Quartiersprojekt finden Sie in Wurzen (Sachsen) wo eine generationenübergreifende Genossenschaft aufgebaut wurde, um das Mit- und Füreinander im Quartier zu stärken und Isolation und Vereinsamung entgegenzuwirken.

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