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15.01.2018 | Artikel

Projekt „Kivobe - Kindern vorurteilsbewusst begegnen“

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Von: Lucas Kriegbaum

Das durch den Europäischen Sozialfonds, Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Aktion Deutschland hilft geförderte Projekt Kivobe basiert auf dem von Louise Derman-Sparks und Kolleg*innen entwickelten Anti-Bias-Ansatz. Dieser wurde von der Fachstelle Kinderwelten das frühkindliche Bildungssystem angepasst und so entstand das inklusive Praxiskonzept der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung. Der Kern des Projektes ist die vorurteilsbewusste Überprüfung der eigenen Haltung und pädagogischen Praxis, die Kindern und deren Familien gerecht werden soll. Dabei werden individuelle, einrichtungsbezogene und gesellschaftlich-strukturelle Vorurteile, Einseitigkeiten und Diskriminierungen ermittelt und verändert, um Kindern und deren Familien einen inklusiven, wertschätzenden und offenen Lernort bieten zu können, der Bildungsbenachteiligung vorbeugt und Chancengleichheit fördert. Die Erfahrungen des Projekts werden anschließend zur inhaltlichen und strukturellen Qualitäts- und Organisationsentwicklung des Arbeitsfeldes Kinderbetreuung genutzt.

Projektziele

Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in KITAs:

  • Berufsbegleitende Qualifizierung, Beratung, Coaching und Vernetzung der Fachberatungen, Leitungen und des pädagogischen Personals in Kitas

  • Sensibilisierung für Vorurteile, Diskriminierungen und Ausgrenzung

  • Wertschätzung der familiären und gesellschaftlichen Vielfalt

  • Systematische Reflexion pädagogischer Praxis und Struktur

  • Reflexion eigener Diskriminierungserfahrungen und der eigenen Haltung

  • Entwicklung eines Fortbildungscurriculums und einer Handreichung für die Praxis

  • Profilschärfung und Beitrag zur Umsetzung des AWO Leitbildes im Arbeitsfeld
    Kindertagesbetreuung

Das Projekt findet an zwei Standorten statt. Es nehmen insgesamt 18 Einrichtungen des AWO Landesverbandes Thüringen und des AWO Bezirksverbandes Oberbayern teil.

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