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Klimaneutral vor 2040 - wie Grüner Strom uns dabei helfen kann

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Auf der Bundeskonferenz 2021 hat sich die Arbeiterwohlfahrt das Ziel gesetzt, mit ihren über 18.000 Einrichtungen und Diensten und ihren mehr als 230.000 Mitarbeitenden noch vor dem Jahr 2040 Klimaneutral zu werden. Der Verband stellt sich damit einer großen Herausforderungen, die Veränderungen auf vielen Ebenen notwendig machen wird.

 

 

Ein zentrales Handlungsfeld ist dabei der Strombezug. So entfallen alleine auf einen durchschnittlichen Pflegeplatz rund 2.700 kWh im Jahr. Ob und wie sehr sich dieser Verbrauch negativ auf das Klima auswirkt, hängt jedoch stark von der Herkunft des Stroms ab.

Im Idealfall stammt der verbrauchte Strom aus eigener Erzeugung mittels erneuerbarer Energien, wie zum Beispiel Photovoltaikanlagen auf den Dächern der jeweiligen Einrichtung. So erzeugter Strom ist nahezu CO2-frei und damit ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität. 

Kann sich eine Einrichtung (wie in den meisten Fällen) nicht oder nur in Teilen eigenständig versorgen, so ist entscheidend, welche Tarife sie bei ihrem Stromversorger auswählt. Hier kommt der sogenannte "Strom-Mix" zum Tragen, also die Zusammensetzung des Stroms (z.B. wie viele Anteile aus Atomkraft, Windkraft, Braunkohle oder auch Gas stammen). Je höher der Anteil der erneuerbaren Energien, desto weniger CO2 fällt bei der Erzeugung und somit auch durch den Verbrauch der Einrichtung an. Mittlerweile haben nahezu alle Stromanbieter Ökostromprodukte aus 100% erneuerbaren Energien im Programm.

Leider haben diese Angebote trotz der einheitlichen Bezeichnung als "Ökostrom" sehr unterschiedliche Qualitäten. So kommt es bisweilen vor, dass konventionell aus Kohle, Gas oder auch Atomkraft erzeugter Strom durch den Zukauf von Zertifikaten neu etikettiert und dann als Ökostrom verkauft wird. Genauer wird diese Praxis in dem folgenden Video des Bayerischen Rundfunks erklärt:

Ökostrom-Tarif - bringt das was fürs Klima? | BR

Um AWO Einrichtungen vor dieser täuschenden Praxis zu schützen und ihnen auch eine Orientierung unter den zahlreichen Ökostromprodukten zu bieten, hat der AWO Bundesverband eine Kooperation mit dem Grüner Strom Label e.V. geschlossen.

Das von mehreren großen Umweltverbänden ins Leben gerufene Label zertifiziert nur Stromprodukte, bei welchen eine Umetikettierung von Atom- und Kohlestrom ausgeschlossen und eine Herkunft aus 100% erneuerbaren Energien sichergestellt ist. Darüber hinaus muss bei Produkten mit dem Grüner Strom-Label pro verbrauchter Kilowattstunde ein fester Betrag in den dringend benötigten Ausbau erneuerbarer Energien fließen.

Die Kooperation dient jedoch nicht nur der Information, sondern bietet auch eine konkrete Fördermöglichkeit. So können AWO Einrichtungen, welche entsprechend zertifizierten Strom beziehen, Fördermittel für den Bau von Photovoltaikanlagen auf ihren Gebäuden oder auch Ladesäulen an ihren Standorten beantragen. Bis zu 30% Zuschuss für eine Photovoltaikanlage, dazugehörige Speicher oder auch Ladesäulen sind schnell und unkompliziert möglich.

Interessierte Einrichtungen, Dienste und Gliederungen der AWO finden unter folgendem Link alle relevanten Informationen:

Fördermöglichkeiten für AWO Einrichtungen

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