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Kampf gegen Altersarmut nicht auf die lange Bank schieben!

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Von: Ragnar Hoenig

Aktuell beziehen nur etwa 3 % der Älteren Grundsicherung. Noch, denn Fakt ist: Die Altersarmut wird steigen. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Versicherungslücken bei den Versicherten sind durch (Langzeit-)Arbeitslosigkeit, Niedriglohn oder prekärer Selbständigkeit gewachsen. Viele Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit für Sorgearbeit und erhalten hierfür oft keinen ausreichenden Ausgleich. Hinzu kommen die Rentenkürzungen im letzten Jahrzehnt und die langfristige Absenkung des Rentenniveaus.

Die AWO setzt sich seit vielen Jahren für eine breite Strategie gegen Altersarmut ein und sieht vor allem drei Handlungsebenen:

1. Es muss mehr dafür getan werden, dass Altersarmut gar nicht erst entsteht. Eine sichere Rente basiert auf einer soliden Erwerbsbiografie. Gute Löhne, eine ausreichende Absicherung bei Arbeitslosigkeit und Sorgearbeit sowie eine Einbeziehung der versicherungsfreien Selbständigen in die Rentenversicherung sind daher unverzichtbar im Kampf gegen Altersarmut.

2. Es braucht bessere Leistungen in der Rentenphase. Hierzu gehören für die AWO vor allem bessere Leistungen bei Erwerbsminderung, für Kindererziehung und Pflege sowie ein besseres Rentenniveau. Der ungebremste Verfall des Rentenniveaus muss gestoppt werden!

3. Rentenbeiträge müssen sich für alle bezahlt machen. Wer in die Rente einzahlt, muss im Alter mehr haben als der, der nicht einzahlt. Es ist Zeit zu handeln. Das Problem der steigenden Altersarmut darf nicht auf die lange Bank geschoben werden!

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