AWO gegen Rassismus: Publikationen

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Auf dieser Seite sammeln wir eine Auswahl an Publikationen, die sich weitergehend mit Rassismus beschäftigen.

 

 

Literatur

Vorurteile, Hass und Gewalt (Buch)

Unsere neue Publikation „Vorurteile, Hass und Gewalt“ dokumentiert und analysiert die Morde in Hanau am 19. Februar 2020, den Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 und die nationalistische, rassistische und antisemitische Mobilisierung und Gewalt seit der deutschen Vereinigung. Gleichzeitig fasst sie die Positionen der AWO zur menschenrechtsbasierten Sozialen Arbeit und zum Engagement gegen Ausgrenzung zusammen.

 

Mit dieser Veröffentlichung halten wir die Anliegen unseres AWO Diskussionsforums fest, das anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus am 17. März 2020 stattfinden sollte und das wir pandemiebedingt absagen mussten. Auch in einer Zeit, in der sich die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Pandemie richtet, bleiben rassistische Propaganda, nationalistische Haltungen und rechter Terror eine zentrale Herausforderung für unseren Verband mit seiner Orientierung an der Menschenwürde und den Grundwerten der Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz.

 

Die Publikation kann unter werbung@awo.org bestellt werden (Bestellnummer 14053).  

Wanderausstellung "Unsere Zeichen und Stimmen gegen Rassismus"

Die AWO führte beginnend mit dem Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2018 bundesweit an 20 Standorten des Projektes „Begegnung und Partizipation im Engagement mit Geflüchteten“ eine Aktion durch: Menschen konnten auf großen mobilen Planen ihr persönliches Zeichen gegen Rassismus hinterlassen. Entstanden sind Kunstwerke, aber auch nicht-sichtbares: Kontakte, Gedanken und Austausch über ein Problem, das uns alle betrifft.

 

Auf 21 Ausstellungspostern sind neben den ausdruckstarken Zeichen gegen Rassismus auch Interviewaussagen mit Geflüchteten und Ehrenamtlichen sowie inhaltliche Beiträgezu sehen. Diese verdeutlichen, was Rassismus, Rechtspopulismus und demokratische Kultur in der Praxis eigentlich bedeuten, wie Ressentiments entstehen und sie bieten Anregungen für demokratisches Handeln im Alltag. Denn es ist wichtig, den wenigen Lauten ein positives Bild entgegenzusetzen: Auch die vielen Erfolgsgeschichten, die mit dem ehrenamtlichen Engagement in der Flüchtlingsarbeit einhergehen, müssen sichtbar werden.

 

Weitere Infos gibt es hier: Wanderausstellung

 

Ansprechpartnerinfür das Projekt und die Wanderausstellung: Susanne Beyer, AWO Bundesverband, susanne.beyer@awo.org

Die Einwanderungsgesellschaft und der rechte Terror. Fakten und Folgerungen aus dem NSU-Prozess (Buch)

AWO Bundesverband, Berlin 2019.

Die Einwanderungsgesellschaft und der rechte Terror. Fakten und Folgerungen aus dem NSU-Prozess.

 

Unter dem Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ ermordeten rechtsextreme Terroristen zwischen 1998 und 2011 zehn Menschen und verübten Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle. Die Täter konnten über Jahre hinweg morden, weil Sicherheitsbehörden Ermittlungen betrieben, die Opfer zu Verdächtigen machten. Wie die Polizei folgten auch deutsche Medien lange den Spekulationen, bei den Morden handele es sich um Gewalttaten innerhalb krimineller Kreise. Erst die Selbsttötung zweier Täter brachte die größte rechtsextreme Mordserie in der Geschichte der Bundesrepublik ans Licht. Was im anschließenden NSU-Prozess (2013-2018) und in den Untersuchungsausschüssen zutage trat, markiert eine Zäsur in einer auch durch Einwanderung geprägten Gesellschaft.

 

Der Sammelband analysiert die bekannt gewordenen Fakten und bündelt zeitgeschichtliche, politische, juristische und zivilgesellschaftliche Perspektiven. Die Autorinnen und Autoren fragen danach, was die Taten über die deutsche Gesellschaft aussagen und wie im Licht der Ermittlungen und der Berichterstattung der Zustand von Institutionen einzuschätzen ist. Ein besonderer Dank gilt Wolfgang Benz, Mehmet Daimagüler, Frank Jansen, Petra Pau, Britta Schellenberg und Margit Weihnert, die zur Realisierung der Publikation beigetragen haben.

 

AWO Positionen gegen Rechts (Broschüre)

AWO Bundesverband

AWO Positionen gegen Rechts. Argumente gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Einstellungen, Berlin 2019.

 

Angesichts der Zunahme von Hasskriminalität und des Erstarkens rechtspopulistischer Parteien steht die AWO vor der Aufgabe, ihr Engagement für die Achtung der Menschenrechte zu verstärken. Die Verbandsbroschüre „AWO Positionen gegen Rechts“ richtet sich an alle Aktiven in der AWO, Haupt- und Ehrenamtliche, und ist als Anregung gedacht, sich mit den aktuellen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Position zu beziehen.

 

Im Mittelpunkt der Broschüre stehen Grundsätze und Selbstverständnis der AWO für eine vielfältige und solidarische Gesellschaft, die sich dann auch in den einzelnen Kapiteln widerspiegeln: Sei es mittels der Beratungsstellen zur Prävention, sei es durch die Angebote von Trainingsprogrammen, Seminare und Workshops. Zum Schluss gibt es Hinweise zu rechtlichen Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextreme und notorische Rassisten.

 

Die vierte Auflage der Broschüre kann ab dem 4. März 2019 im Shop bestellt werden (Bestell-Nr. 04041)

Rassismus, Ausgrenzung, Gewalt. Klärungen für die Soziale Arbeit (Buch)

AWO Bundesverband.

Rassismus, Ausgrenzung, Gewalt. Klärungen für die Soziale Arbeit, Berlin 2018

 

War im Jahr 2015 die öffentliche Debatte von einer positiven Willkommensstimmung geprägt, sind mittlerweile Parteien und Bewegungen, die Angst zum Geschäftsmodell machen, viel zu oft tonangebend. Den gesellschaftlichen Wandel wollen sie mit einem extremen Nationalismus aufhalten, sie schüren Feindschaft gegen Minderheiten und die Geringschätzung des Rechtsstaates. Mancherorts droht damit auf Dauer ein Klima zu entstehen, das Zuwandererinnen und Zuwanderer ausgrenzt und verängstigt. Das setzt auch die Kolleginnen und Kollegen in der Sozialen Arbeit unter Druck.

 

Darauf reagiert die AWO und verstärkt ihr Engagement für die Achtung der Menschenrechte. Ein Ergebnis ist diese Publikation. Sie richtet sich an alle, die in der AWO haupt- oder ehrenamtlich dafür arbeiten, unsere Werte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit umzusetzen. Es unterstützt diejenigen, die am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Freundeskreis für eine Gesellschaft werben, die auf dem Zusammenhalt von Menschen mit vielfältigen Biografien beruht.

Zusammenhalt Stärken (Broschüre)

AWO Bundesverband, Berlin 2018.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt dieser AWO Publikation ist die Beschreibung der im Jahr 2018 an den Projektstandorten des Projektes „Begegnung und Partizipation im Engagement mit Geflüchteten“ umgesetzten Aktion „Zeichen gegen Rassismus“. Die Publikation verdeutlicht damit auch, wie wichtig die solidarische Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit auch in Zukunft sein wird. Das Projekt wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration; Ansprechpartnerin Susanne Beyer, susanne.beyer(at)awo.org. Downloadbar unter nachfolgendem Link.

Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung (Broschüre)

Hrsg. AWO, Caritas, Diakonie, Der Paritätische und ZWST, Berlin 2017.

Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung. Eine Handreichung der Wohlfahrtsverbände zum Umgang mit Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus.

 

Die Broschüre „Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“ ist im Zusammenwirken der fünf Verbände der Freien Wohlfahrtspflege - AWO, Caritas, Diakonie, Der Paritätische und ZWST - entstanden. Die Verbände der freien Wohlfahrtspflege als große Akteure der Zivilgesellschaft setzen sich hiermit gemeinsam ein für den Erhalt einer demokratischen Gesellschaft und eines sozialen Staates gegen zunehmende rechtsextreme Einstellungen und Handlungen.

 

Wohlfahrtsverbände sind flächendeckend präsent, arbeiten seit Jahrzehnten für eine solidarische Gesellschaft und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ihr Engagement für sozial benachteiligte und von Ausgrenzung bedrohte Menschen, wie auch ihre Tätigkeit in sozialen Einrichtungen (Kita, Beratungsstellen, Pflegeheimen, u.a.) erfordert bei der Auseinandersetzung mit rechtsextremen und rassistischen Erscheinungsformen eine klare Haltung. Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl fasst dies im Interview (S. 20-30) wie folgt zusammen:

„Die Wohlfahrtsverbände haben ein politisches Mandat aus der Verfassung! Es ist ihnen nicht nur erlaubt, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren – es gehört sogar untrennbar zu ihrem Auftrag, sich für eine sozial gerechte Ordnung einzusetzen.“

 

In diesem Sinne soll die Handreichung zu einer stärkeren Sensibilisierung führen, Wissen über Strategien und Erscheinungsformen von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus vermitteln sowie Hinweise auf Beratungs- und Unterstützungsangebote bieten. Downloadbar unter folgendem Link.

Das Versteckspiel (Buch)

Agentur für soziale Perspektiven - ASP e.V. (Hg.).

Das Versteckspiel. Arbeitsmaterialien zu Lifestyle, Symbolen und Codes von neonazistischen und extrem rechten Gruppen, Berlin 2013.

 

Das Arbeitsmaterial „Versteckspiel« bietet für die Bildungsarbeit ein vielseitig einsetzbares Werkzeug zur Thematisierung rechtsextremer Symbole, Codes und Kleidungsstile. Das Paket richtet sich an Aktive der antifaschistischen und antirassistischen Bildungsarbeit, die ausreichende Vorkenntnisse zum Themengebiet haben. Es wurde sowohl für Input- und Überblicks-Vorträge als auch für Tagesseminare und Workshops
konzipiert.

Die 101 wichtigsten Fragen zu Rassismus (Buch)

Arndt, Susan.

Die 101 wichtigsten Fragen zu Rassismus, München: C.H. Beck 2012.

 

In diesem Buch wird mit 101 prägnanten Fragen das Thema »Rassismus« behandelt. Die Fragen sind in unterschiedliche Kategorien unterteilt. In gut lesbaren Artikeln, die wie Einträge in Wörterbüchern gestaltet sind, werden die unterschiedlichen Facetten des Themas beleuchtet. Das Buch bietet einen sehr guten Einstieg zum Verständnis von Rassismus.

 

Webseiten

Den Menschen im Blick

Die AWO ist Partnerinstitution im Projekt „Den Menschen im Blick“ der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Ziel des Projektes ist es, Fortbildungs-Bausteine für Kompetenzen gegen Rassismus und Diskriminierung in Beruf und Alltag zu entwickeln.

 

In diesem Jahr werden zwei AWO spezifische Konzepte erstellt, um Mitarbeitende im Umgang mit Rechtsradikalismus, Rassismus und Diskriminierung zu sensibilisieren und zu professionalisieren.

 

Auf dem Kompetenz-Portal www.den-menschen-im-blick.de findet Ihr laufend aktualisierte Informationen zum Themenfeld.

Belltower News

Informations- und Diskussionsplattform gegen Rechtsextremismus. Initiiert von der Amadeu Antonio Stiftung und der Zeitung "Die Zeit".

www.belltower.news/

Blick nach Rechts

Informationsplattform, die sich dem Kampf gegen den Rechtsextremismus verschrieben hat.

www.bnr.de

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