Aktuell
07.09.2020 | Artikel

Seite drucken

Von: Gudula Wolf

Demenz geht uns alle an. Am 21. September 2020 ist Welt-Alzheimer-Tag. Seit über 25 Jahren finden an diesem Tag in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen. Dabei ist das Thema „LGBTI*Senior*innen und Demenz“ in der öffentlichen Diskussion nur gering vertreten. 

Nach Schätzungen des niedersächsischen Sozialministeriums in Deutschland gibt es bis zu 1,8 Millionen lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* (LSBTI*) Senior*innen im Alter von über 60 Jahren. Durch ungefähre Berechnungen kann von rund 122.088 LSBTI* (81.392 –162.784) Menschen  mit dementiellen Erkrankungen ausgegangen werden.

Oft leben ältere LSBTI*Senior*innen heute noch „unsichtbar“ und „sozial isoliert“. Viele von ihnen haben in ihrem Leben Diskriminierung und teilweise auch Gewalt erfahren, wuchsen mit Ängsten der Verfolgung auf. Noch bis 1994 war Homosexualität  unter Strafe gestellt und lange gesellschaftlich geächtet. Diese Erlebnisse  und damit verbundene Gefühle wie Scham, Angst, Ohnmacht oder  Wut können in der Demenz wieder hervor brechen.

Zum Expert*innen-Chat:

Die Online-Pflege-und Seniorenberatung bietet zu diesem Thema am Donnerstag, 24. September 2020, von 14:30 bis 16:00 Uhr, einen Chat mit einer Gerontologin an. Teilnehmer*innen können auf der Webseite AWO-Pflegeberatung einfach dem Expert*innen-Chat beitreten oder schon im Vorfeld eine Frage stellen.

Wir beraten Sie:

Sie haben Fragen rund um die Pflege und das Alter(n)? Nutzen Sie das fachliche digitale Beratungsangebot der Online-Pflege-und Seniorenberatung der AWO, per E-Mail, im Einzel-und Expert*innen-Chat.

Empfehlen Sie diese Seite weiter:

Laden...

© 2020 AWO Bundesverband e.V.