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Für eine gute Gesundheitsvorsorge für alle

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Gesundheit darf nicht vom Geldbeutel abhängen.

Die AWO betont schon seit langem, dass soziale Ungleichheit auch zu gesundheitlicher Ungleichheit führt. Längst zeigen wissenschaftliche Studien, dass Menschen aus wohlhabenderen Schichten im Schnitt 10,8 Jahre (Männer) bzw. 8,4 Jahre (Frauen) länger leben und wesentlich mehr Jahre in gutem Gesundheitszustand verbringen als sozial Benachteiligte. 

Armut macht krank
Gerne wird zur Erklärung solcher Unterschiede die ungesunde Lebensweise in ärmeren Bevölkerungsgruppen herangezogen. Es sind jedoch ebenso sehr die Lebensverhältnisse, allem voran die schlechteren Wohn- und Arbeitsbedingungen, die sich negativ auf den Gesundheitszustand sozial Benachteiligter auswirken. 

Die schlechten Lebens- und Arbeitsbedingungen der armen Bevölkerung waren zwei der Gründe, die zur Gründung der Arbeiterwohlfahrt führten:

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Seitdem ist das Credo der AWO, Chancengleichheit herzustellen: Der Verband will gleichberechtigte Chancen auf Teilhabe, auf gutes Leben – und eben auch auf Gesundheit.

Gesundheit ist für viele Menschen zu teuer
In ihrer Analyse von Armutsursachen hat die AWO klar beschrieben, dass nicht nur die gesundheitlichen Belastungen für arme Menschen höher sind, sondern auch die finanziellen Mittel fehlen, um diese Belastungen zu kompensieren.

Zunehmende Zuzahlungen zu Arzneimitteln und Therapien und immer mehr Leistungen, die komplett selbst gezahlt werden müssen und nicht mehr im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten sind, stellen inzwischen für zu viele Menschen Zugangsbarrieren zum Gesundheitssystem dar.

Gesundheit darf kein Luxus sein
Das ist in dieser Form nicht hinnehmbar. Die AWO fordert deshalb eine angemessene Ausgestaltung des Arbeitslosengeldes II für Gesundheitsversorgung, damit arbeitslose Menschen im Falle einer Erkrankung die Zuzahlungen zu Medikamenten aufbringen können. Es braucht außerdem eine armutssichere Ausgestaltung der Erwerbsminderungsrente und Anpassungen im Leistungskatalog für Menschen mit Behinderungen.

Mehr dazu:

Die AWO setzt sich auf der politischen Ebene für eine gute Gesundheitsversorgung für alle ein. Sie ist Mitglied im Kooperationsverbund „Gesundheitliche Chancengleichheit“.

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