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21.03.2019 | Veröffentlichung

EU wird die Briten weiterhin spalten

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Interview mit Georgina Wright zu den Hintergründen des Brexits und der Zukunft der EU

Der 23. Juni 2016 war ein Schock für die Europäische Union. Der drohende Austritt Großbritanniens ist auch Ergebnis einer lang anhaltenden Skepsis der Brit*innen gegenüber der EU und einer Gesellschaft, die von tiefen sozialen Gräben gezeichnet ist. „Die EU war schon immer ein Streitpunkt in der britischen Politik – aber das erklärt den Brexit nicht“, so die Politikwissenschaftlerin Georgina Wright von der britischen Denkfabrik Institute for Government im aktuellen TUP-Interview. „Die geschürte Angst vor Migration und der Verlust der Souveränität des britischen Parlaments spielten auch eine große Rolle.“

Wrigth erinnert zudem daran, dass es „eben nie alle Briten waren, die die EU-Mitgliedschaft unterstützten.“ Innerhalb der Konservativen Partei beispielsweise habe es schon immer einen großen Block gegeben, der es bedauerte, dass Großbritannien der EU beigetreten ist. Wenngleich es die Konservativen waren, die 1970 den Eintritt Großbritanniens in den Binnenmarkt forderten. Die EU habe die Briten schon immer gespalten und wird sie auch immer wieder spalten; nicht nur die Konservative Partei, sondern auch die Labour-Partei und das gesamte Parlament.

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