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16.07.2019 | Pressemitteilung

Erste AWO-Gliederungen erlangen EMAS Zertifikate

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Wichtiges Signal für den Umweltschutz.

Immer mehr Menschen gestalten ihren Lebensstil durch verschiedene Maßnahmen umweltschonender und erwarten, dass auch Unternehmen und Verbände ihr Handeln überprüfen. Doch kann ein ganzer Verband seine Strukturen nachhaltig aufstellen? Zwei AWO-Gliederungen haben gezeigt, dass es machbar ist:

Mit dem AWO Bezirksverband Pfalz erhält heute die bundesweit erste AWO Gliederung ein Zertifikat für die erfolgreiche Einführung eines Umweltmanagementsystems nach europäischem EMAS Standard. „Mit der Einführung von EMAS haben wir die notwendigen Prozesse und Strukturen geschaffen, um Fragen zum Umwelt- und Klimaschutz in unseren Häusern künftig systematisch angehen zu können“, erklärt Susanne Becker, stellvertretende Geschäftsführerin des Bezirksverbands, und ergänzt: „Der Aufbau des Systems war für uns ein wichtiger Entwicklungsschritt, um uns als Verband auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.“ Insgesamt umfasst die Zertifizierung in der Pfalz sieben Seniorenzentren und sechs Sozialstationen.

AWO-Vorstandsmitglied Brigitte Döcker äußert sich anlässlich der Zertifikatsübergabe durch die IHK erfreut über den Erfolg: „Das ist ein wichtiges Signal für umwelt- und klimaverträgliches Handeln in der AWO. Als Verband haben wir uns klar zu den Nachhaltigkeitszielen der Bundesregierung bekannt. Nun müssen wir Lösungen finden, wie wir diese in unserem Arbeitsalltag umsetzen können“.

Mit dem AWO Landesverband Sachsen-Anhalt steht zudem eine weitere AWO-Gliederung unmittelbar vor der Erlangung des EMAS-Zertifikats. Nach einer Begehung von insgesamt 26 Standorten im Frühling laufen aktuell die letzten Prüfungen „Wir sind bereits vor einigen Jahren mit dem Programm Ökoprofit in das Thema Nachhaltigkeit eingestiegen. Die dabei entwickelten Konzepte nun in unser Managementsystem zu überführen, war für uns ein logischer Schritt“, erläutert Wolfgang Schuth, Vorstand des Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Das EMAS-Konzept sei dabei sowohl vom Anspruch als auch vom Aufbau her die sinnvollste Lösung gewesen.

Die Einführung von Umwelt- und Klimaschutzmanagement wird durch den AWO Bundesverband unter anderem über ein eigenes Fachgremium zum Thema Nachhaltigkeit begleitet. „Wir freuen uns sehr, dass diese gemeinsame Arbeit immer mehr Früchte trägt und gratulieren den beiden Verbänden zu ihren Leistungen“, so Brigitte Döcker. Gleichwohl sei man sich bewusst, dass derartige Projekte für die Einrichtungen und Dienste angesichts der extrem engen Personaldecken ein ungeheurer Kraftakt sind. Es sei bedauerlich, dass Umwelt- und Klimaschutz trotz der drängenden Handlungsbedarfe bei der Finanzierung Sozialer Arbeit bis heute nicht mitgedacht werden. „Wir sind bereit, unseren Beitrag zum Erreichen der Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu leisten und erwarten von der Politik, dass sie die notwendigen Ressourcen bereitstellt“, so Döcker abschließend.

Das „Eco-Management and Audit Scheme“ (EMAS), ist ein von der Europäischen Union ins Leben gerufene Gütesiegel für Umweltmanagement. Es soll Unternehmen und Organisationen dabei helfen, die Energie- und Materialeffizienz zu erhöhen sowie schädliche Umweltwirkungen zu vermeiden.

Emas-Schild auf einem Tisch mit Menschen im Hintergrund bei der Zertifizierung
Menschen bei der Verleihung des Zertifikats

Franz Schermer, stellv. Vorsitzender der AWO Pfalz, Dr. Marius Melzer, IHK Pfalz, Oliver Maus, Umweltmanagementbeauftragte der AWO Pfalz, Susanne Becker, stellv. Geschäftsführerin der AWO Pfalz und Steffen Lembke, AWO Bundesverband (v.l.n.r.)

Eine Gruppe von Menschen zeigt ihr Emas-Zertifikat mit Hund

Die Umweltteams der Standorte mit den Zertifikaten.

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