Theorie und Praxis

Erinnern ist soziale Aufgabe

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Von: Peter Kuleßa

Wolfgang Benz in der TUP über die Bedeutung täglicher Erinnerungsarbeit für ein friedliches Miteinander der Menschen in Deutschland.

„Erinnern ist alltägliche Arbeit, Erinnern ist soziale Aufgabe“, so der renommierte Historiker Wolfgang Benz in einem aktuellen TUP-Beitrag. Daher dürfe etwa der Tag des Gedenkens an den Holocaust am 27. Januar nicht zum Ritual flüchtiger Betroffenheit erstarren. „Der Holocaust war ein Menschheitsverbrechen. Wir gedenken in Trauer und Scham dessen, was der jüdischen Minderheit angetan wurde. Lernen müssen wir daraus aber auch“, so Benz, „dass andere Minderheiten auf die gleiche Weise, mit den gleichen Methoden diskriminiert werden können mit allen Folgen.“ Daher ist es umso wichtiger die Greuel der NS-Herrschaft und ihre Ideologie weiterhin - und noch viel mehr als früher – zu erklären und daran zu erinnern. „Das Credo der Aufklärung heißt nicht nur Information und Faktenwissen statt Legendenglaube und Mythentransport, es bedeutet auch politische und moralische Nutzanwendung über die Rituale des Erinnerns und Gedenkens hinaus“, so Benz.

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