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„Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist am wichtigsten.“

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Von: Jennifer Rotter

Wie ein Freiwilligendienst Heimat schafft.

Vor etwa drei Jahren flüchtete Nour vor dem Krieg in seiner Heimat nach Deutschland. Hier fühlte er sich „wie von einem anderen Planeten“. Heute absolviert er über die Freiwilligendienste des AWO Landesverbandes Berlin einen Bundesfreiwilligendienst beim AWO Bundesverband. Um sich weiterzuentwickeln – und um etwas für die Gemeinschaft zu tun.

Nour

Lieber Nour, warum hast Du Dich für einen Freiwilligendienst entschieden?

Ich war in einer Flüchtlingsunterkunft untergebracht. Dort habe ich das erste Mal gehört, dass es in Deutschland Freiwilligendienste gibt. Das fand ich sehr spannend. Ich wollte die deutsche Sprache lernen. Ich wollte mich gern schnell integrieren und etwas für die Gemeinschaft tun. Ich habe mich im Internet informiert und dort habe ich einfach ein Formular ausgefüllt. So habe ich ein erstes Gespräch bekommen. In dem Gespräch haben wir überlegt, welche Arbeit ich bisher gemacht habe und was man damit machen kann. 

Warum ist es ein Freiwilligendienst bei der AWO geworden?

Das war ein guter Zufall! Als ich am Anfang einen Bescheid vom BAMF bekommen habe, brauchte ich Hilfe, um ihn zu verstehen. Deshalb habe ich eine Organisation gesucht, die mir helfen kann. Ich habe die Beratung dann von der AWO bekommen. Ich dachte: Das möchte ich auch gern tun, Menschen so helfen. Ein Freund von mir arbeitet bei einer AWO-Einrichtung, er hat sie mir empfohlen. So habe ich die AWO kennengelernt.

Was bringt Dir ganz persönlich der Freiwilligendienst?

Ich mache Erfahrungen für die Arbeit später. Ich kann mein Stellenprofil dadurch verbessern und ich entwickle mich persönlich weiter. Aber für mich ist das Zusammengehörigkeitsgefühl am wichtigsten. Ich fühle mich nicht mehr wie von einem anderen Planeten. Das geht hier bei der AWO.

Gibt es etwas, das Dir besonders im Gedächtnis bleiben wird?

Ich kann in zwei verschiedenen Abteilungen arbeiten: Abteilung Kommunikation und Abteilung Akademie. Das sind sehr unterschiedliche und spannende Aufgaben. Das interessanteste war für mich bisher der Fürsorgetag in Stuttgart. Ich habe bei der Vorbereitung und Organisation geholfen. Mit einer Kollegin habe ich dort den AWO-Stand betreut. Das hat großen Spaß gemacht.

Weißt Du schon, was Du nach Deinem Freiwilligendienst tun möchtest?

Es wird traurig sein, wenn der Freiwilligendienst vorbei ist! Ich möchte danach am liebsten eine Ausbildung bei der AWO machen, weil ich mich hier sehr wohl fühle.

Vielen Dank für das Gespräch!

100 Jahre Engagement

Ehrenamt und Freiwilligendienste gehören zur AWO wie ihr rotes Herz: Mit ihrer Gründung 1919 organisierte sie das Ehrenamt von Arbeiterfrauen und -männern, die lange schon das Elend von Armut und Krieg mit eigener Kraft zu lindern versuchten. Heute gibt es Tausende, die bei der AWO ehrenamtlich engagiert sind, und bundesweit viele Tausend Einsatzstellen für Freiwilligendienstleistende. Übrigens: Auch der heutige Bundesvorstandsvorsitzende der AWO, Wolfgang Stadler, kam über den Zivildienst zu „seiner“ Organisation.

100 Jahre AWO

2019 wird die AWO 100 Jahre alt. Im Jubiläumsjahr schauen wir in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Verbandes. Hier geht es zur Kampagnenseite.

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