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31.07.2017 | Pressemitteilung

AWO fordert Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung

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Von: Mona Finder

Die AWO fordert einen bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsplätzen, verbunden mit einer qualitativ hochwertigen Ganztagsbetreuung bis zum Ende der Grundschulzeit.

Die PISA-Studie hat schon 2001 bestätigt, dass der Bildungserfolg stark von der Herkunft der Eltern abhängig ist. Diese Abhängigkeit kann nur durch gute Bildung für alle aufgebrochen werden.

„Bildung ist eine Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das erfordert den bedarfsgerechten Ausbau einer verlässlichen Bildung und Betreuung in unseren Schulen und eine ausgewogene Bildungsfinanzierung durch Bund, Länder und Kommunen“, so Stadler.

Bislang verhindern die Regelungen zum Kooperationsverbot von Bund und Ländern im Bildungsbereich ein gemeinsames Handeln und eine gemeinsam getragene Finanzierung. Dies führt in der Folge dazu, dass Umfang, Qualität und Verlässlichkeit von Angeboten der Bildung und Betreuung von Bundesland zu Bundesland und zwischen einzelnen Kommunen sich sehr stark unterscheiden. Chancengerechte Bildung lässt sich so nicht verwirklichen.

„Wir sind auf der Seite derjenigen gesellschaftlichen Kräfte, die sich für eine gute Bildung für alle Kinder und Jugendlichen einsetzen“, so Stadler weiter, „deshalb unterstützen wir einen Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung – sei es im Hort oder in einer Ganztagsschule. Entscheidend ist, dass Eltern die Schulform wählen können, die beste Rahmenbedingungen, Inhalte und Angebote für die gewünschte Förderung ihrer Kinder bietet“.

„Alle Kräfte zum Ausbau guter Bildungs- und Betreuungsangebote sind in einer „Zukunftsinitiative Bildung“ zu bündeln“ fordert Wolfgang Stadler die Politik auf, “denn gute Bildung braucht vergleichbare Qualitätsstandards“.

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