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28.03.2017 | Pressemitteilung

16. Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf

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Von: Mona Finder

Vom 28. bis 30. März 2017 ist es wieder soweit  - Fachkräfte der AWO und vieler weiterer Träger der Kinder- und Jugendhilfe werden sich für drei Tage in Düsseldorf zusammenfinden. „Die  Kinder- und Jugendhilfe ist ein wichtiges Handlungsfeld für die AWO. Deshalb wollen wir auf dem Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag  die neuesten Themen, Herausforderungen und aktuellen Entwicklungen diskutieren und unsere Expertise und Angebote präsentieren“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Die AWO wird umfangreich mit verschiedenen Veranstaltungen und mit sieben Messeständen in Halle 3 vertreten sein.

Der AWO Bundesverband beteiligt sich mit sechs Fachveranstaltungen an der inhaltlichen Diskussion: So werden in dem AWO-Fachforum „Bundesqualitätsstandards Kita-Leitung – Forschungsergebnisse und Reformbedarfe“  die fachpolitischen Veränderungsbedarfe für eine bundesweite Festlegung von Qualitätsstandards bei Kitaleitungen vorgestellt und diskutiert. „Die Schlüsselrolle der Kita-Leitungen für die Qualität der Bildungs- und Betreuungsangebote in der Kita sind unbestritten. Die Leitungskräfte benötigen ein klares Selbstverständnis mit klaren Aufgaben- und Funktionsbeschreibungen. Zu prüfen ist, ob eine gesetzliche Regelung hilfreich sein könnte“, erklärt der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler.

Neu ist das AWO Fachforum „passgenau - Die gesellschaftliche Verantwortung des Profifußballs im Doppelpass mit Netzwerkpartnern“. Hier geht es um die gesellschaftliche Bedeutung des Profifußballs für die Themen Selbstkonzepte, Lernen und Gesundheit am Beispiel der Erfahrungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) mit ihren „Kids-Clubs“. Neben diesen Angeboten der DFL hat die AWO einen eigenen Jugendhilfezugang zum Profifußball gefunden. „Mit ihrem Verein passgenau konnte die AWO die Erfahrungen vieler AWO Fußball-Fanprojekte bündeln mit dem Ziel, gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und neue Möglichkeiten der Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln“, betont Wolfgang Stadler. Ergänzt wird dieses neue sozialpädagogische Aufgabenfeld durch das AWO Projekt „Sehbehinderten- und Blindenreportage“. Damit schuf die AWO gemeinsam mit Bündnispartnern einen  inklusiven Zugang zum Spielgeschehen.

Eine andere AWO Fachveranstaltung „Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt Jugendlicher – Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe“ befasst sich mit den Erkenntnissen eines Forschungsprojektes zu Erfahrungen von Jugendlichen mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Kontext ihres Coming-outs und dessen Bedeutung für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe.

„(Kinder-)Armut aus Sicht der Betroffenen - ein Thema für die Armuts- und Reichtumsberichterstattung?“ beleuchtet ein weiteres AWO Forum.

Abgerundet wird das Angebot der AWO Fachforen durch einen Workshop zu den besonderen Erfahrungen in der Weiterqualifizierung pädagogischer Fachkräfte zu Elternbegleitenden namens „Zukunft im Dialog“. „Dieses Konzept begeistert durch die dialogische Vermittlung einer professionellen und menschlichen Haltung“, zeigt sich Wolfgang Stadler überzeugt. Dies hätte weitreichende positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der Fachkräfte mit Eltern und Familien. Insofern besitzt das AWO Projekt „Elternchance II – Familien früh für Bildung gewinnen“ Modellcharakter, den die AWO mit ihren Bündnispartnerschaften weiterhin konstruktiv fortsetzen wird.

Unter dem Motto „22 Mio. junge Chancen – gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten.“ bietet der diesjährige Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag ein Forum des öffentlichen Dialogs zwischen jugendpolitisch Verantwortlichen und repräsentiert sich zugleich als die zentrale Know-how-Börse der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland und in Europa.

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