Jugendberufshilfe

Ihre Ansprechpartner zum Thema "Jugendberufshilfe":
Dieter Eckert, E-Mail: dieter.eckert[at]awo.org 
Antje Helbig, E-Mail: antje.helbig[at]awo.org

 

Bildungsmonitor für die Jugendsozialarbeit

AWO und Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit geben einen neuen Newsletter „Bildungsmonitor für die Jugendsozialarbeit“ heraus. Hierdurch sollen die vielfältigen und umfangreichen Aktivitäten im Bildungsbereich auf den  föderalen Ebenen von Bund, Länder und Gemeinden ansatzweise und beispielhaft transparent gemacht werden. Der Bildungsmonitor informiert  über die Ergebnisse laufender wie auch neuer bildungspolitischer Studien, Untersuchungen, Entwicklungen und Programme. Er beinhaltet ebenso einen Zahlenspiegel zu interessanten bildungspolitischen Daten und weist  auf aktuelle Stellungnahmen aus Politik und Verbänden zur Bildungspolitik hin.

Bildungsmonitor 1 als PDF zum Download

Bildungsmonitor 2 als PDF zum Download

Jugendberufshilfe

Jedes Jahr führt für viele tausend weibliche und männliche, deutsche und ausländische Jugendliche der Weg in den Beruf über die AWO-Jugendberufshilfe.

Die Jugendberufshilfe bietet jungen Menschen bis 27 Jahre für ihren Weg in Beruf und Arbeit konkrete Hilfen an. Die Angebote der Jugendberufshilfe richten sich an die Jugendlichen, die einen erhöhten Förderbedarf haben und deren Einstieg in die Arbeitswelt sonst nicht oder nur unzureichend gelingen würde.

Zu den Leistungen der Jugendberufshilfe der AWO im ganzen Bundesgebiet gehört eine Vielzahl von qualifizierten Angeboten, z.B.:

  • Lehrgänge der Berufsvorbereitung - zur Orientierung und Erprobung von verschiedenen Berufen
  • Berufsausbildungen - sowohl in eigenen Ausbildungsstätten der AWO als auch in Kooperation mit Betrieben
  • Berufsausbildungen - sowohl in eigenen Ausbildungsstätten der AWO als auch in Kooperation mit Betrieben
  • ausbildungsbegleitende Hilfen
  • berufliche Weiterbildung und Qualifizierung
  • Profiling und Arbeitsvermittlung
  • Beschäftigung

Außer der Vermittlung berufsfachlicher Qualifikationen schließen die Angebote das Training von sog. Schlüsselqualifikationen für Beruf und Arbeit ein. Dazu gehören z.B. soziale Kompetenzen wie Konfliktlösungs- und Teamfähigkeit, gute Deutsch-Kenntnisse und logisch-mathematische Fähigkeiten.

Das Vorhandensein der Schlüsselqualifikationen ist im Wortsinn der Schlüssel für den individuellen Zugang zur Berufs- und Arbeitswelt. Daher ist ihre Feststellung und Entwicklung die Basis, an der Jugendberufshilfe ansetzt. Zur Feststellung dieser Schlüsselqualifikationen bei den einzelnen Jugendlichen sowie von evtl. Entwicklungsbedarf führen etliche AWO-Einrichtungen der Jugendberufshilfe ein hoch wirksames Profiling-Verfahren durch: das Potenzial-Assessment. Durch Simulation von Arbeitsaufträgen, professionelle Beobachtung und Reflexion über ihre Erledigung werden individuelle Fähigkeiten für Ausbildung und Beruf ermittelt. Die Ergebnisse bilden eine zuverlässige Grundlage für die Berufswegplanung und eine evtl. notwendige Förderplanung. (s. auch "Das Potenzial-Assessment – AWO-Qualität in Jugendsozialarbeit und Beschäftigungsförderung", AWO Bundesverband e.V. Bonn, 2002).

Die Entwicklung arbeitswelt- und berufsbezogener Fach- und Schlüsselqualifikationen findet in Gruppen mit beiden Geschlechtern sowie in den Angeboten der Mädchensozialarbeit und der Jungenarbeit statt. Ziel ist die Integration in Beruf und Arbeit, verbunden mit der Förderung der Gleichstellung im Sinne der politischen Vorgabe des Gender Mainstreaming (Gleichstellungsperspektive wird bei allen Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen eingenommen).

Weiterhin gehört die Passgenaue Arbeitsvermittlung zum Leistungsspektrum der AWO Jugendberufshilfe - als Angebot in den Einrichtungen oder als spezielle Jobbörse o.ä., zumeist im Auftrag der Arbeitsverwaltung. Ziel ist das sog. Matching, die passgenaue Zusammenführung von Arbeitsuchendem/r und Betrieb/Arbeitsplatz. Im Falle von Vermittlungshemmnissen werden Förderpläne erstellt.

In der AWO-Jugendberufshilfe arbeiten engagierte Fachkräfte mit den erforderlichen besonderen Qualifikationen. Sie sind Sozialarbeiter/-innen und Sozialpädagog/-innen, Meisterinnen und Meister aus Handwerks-, Industrie- und Dienstleistungsberufen sowie Lehrerinnen und Lehrer. Sie alle unterstützen die Jugendlichen, um ihnen zu einem erfolgreichen Start ins Arbeitsleben zu verhelfen.

Damit dies gelingt, arbeitet die Jugendberufshilfe mit vielen Kooperationspartnern auf der örtlichen, regionalen und auf der Bundesebene zusammen. Dazu gehören die Arbeitsverwaltung, die Kommune bzw. der Landkreis, Betriebe und Anbieter von weiteren Hilfemaßnahmen (z.B. bei Sucht- und Schuldenproblematik).

Qualität spielt für die AWO Jugendberufshilfe eine vorrangige Rolle. Die Prinzipien des ständigen Verbesserungsprozesses und der Qualitätssicherung gehören daher zu den Grundlagen ihres Qualitätsmanagements. Fortbildung der Fachkräfte zur Anpassung an die beruflichen Erfordernisse leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.

Zugang zu den Angeboten der Jugendberufshilfe erhalten Jugendliche in der Regel über das zuständige Arbeitsamt, aber auch über das Jugend- oder Sozialamt ihrer Stadt oder Gemeinde oder über ihre persönliche Anfrage. Jedes Jahr führt für viele tausend weibliche und männliche, deutsche und ausländische Jugendliche der Weg in den Beruf über die AWO-Jugendberufshilfe.

Das "Zusammenwirken von Jugendsozialarbeit und Jugendhilfe". Tagungsdokumentation 2008 als PDF zum Download

Expertise: Zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems bei der Integration benachteiligter Jugendlicher

Die Ergebnisse der vorgelegten Expertise fördern einen erschreckenden Zustand des deutschen Bildungssystems mit Blick auf die frühe Selektion und die mangelnde Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher zutage. Die Probleme unzureichender Förderung und entsprechend mangelhafter Rahmenbedingungen setzen sich im Bereich der beruflichen Bildung und des Übergangssystems fort. 

Analyse und Empfehlungen der Expertise bieten einen qualifizierten Beitrag in der Diskussion um die Reformbedarfe des Bildungssystems und geben zugleich wesentliche Hinweise für Handlungsbedarfe von Politik und Akteuren im Bildungssystem.  

Expertise als PDF zum Download 

Eine Printversion kann beim Verlag des AWO-Bundesverbandes unter verlag[at]awo.org gegen Erstattung der Versandkosten bestellt werden.

 

Expertise zum Potenzial-Assessment

In 2002 hat der AWO Bundesverband eine erste Rahmenkonzeption zum Potenzial-Assessment als ein Instrument zur Diagnose und Förderung von benachteiligen Jugendlichen im Übergang Schule-Beruf entwickelt. In 2007 ist eine überarbeitete Fassung vorgelegt worden.  

Mit der "Expertise zur nachhaltigen regionalen Implementierung eines potenzialorientierten Assessment-Verfahrens im Übergang von Schule zu Beruf", die von ausgewiesenen Experten des Assessment-Verfahrens auf Grundlage der AWO-Rahmenkonzeption erarbeitet wurde, setzt die AWO ihre Bemühungen zur weiteren Entwicklung eines Diagnose- und Förderkonzeptes im Übergang Schule-Beruf fort.

Expertise als PDF zum Download

Eine Printversion kann beim Verlag des AWO-Bundesverbandes unter verlag[at]awo.org gegen Erstattung der Versandkosten bestellt werden.

 

 

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