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19.02.2020

AWO fordert Verzicht auf die Einkommensprüfung bei der Grundrente

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Berlin, den 19.02.2020. Anlässlich der Verabschiedung der Grundrente im Bundeskabinett erklärt der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler:

 

Die Grundrente ist eine Frage der Gerechtigkeit und mehr als überfällig. Langjährige Beitragszahlungen in die Rentenversicherung müssen sich auch dann lohnen, wenn man wenig verdient hat. Mit der Grundrente werden die Lebensleistungen von Versicherten endlich besser honoriert, die lange Jahre für wenig Geld hart gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben. Denn sie haben – auch in schwierigen Lebenslagen – mit ihren Rentenbeiträgen Monat für Monat dafür gesorgt, dass das System der gesetzlichen Rentenversicherung in verlässlicher Weise funktioniert.

 

Die AWO hat immer eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung gefordert. Die jetzt auf den Weg gebrachte Grundrente mit automatisierter Einkommensprüfung war ein hart errungener Kompromiss, mit dem die Bundesregierung rentenpolitisches Neuland betritt. Allerdings könnten mehr Rentner von der Grundrente profitieren und potentielle Startprobleme vermieden werden, wenn die Bundesregierung auf die automatisierte Einkommensprüfung verzichtet. Auch die Blaupause der Grundrente, die 1973 eingeführte und 1992 verlängerte Rente nach Mindesteinkommen, kannte keine Einkommens- oder Bedürftigkeitsprüfung.        

 

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