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Die Konzeption – die Visitenkarte der Einrichtung
Einrichtungen, die auf der Grundlage eines Qualitätshandbuches arbeiten, haben wesentliche Grundlagen ihrer Arbeit bereits im Handbuch beschrieben und können diese Ausführungen in einer zusätzlichen Konzeption ergänzen und vertiefen.
Einrichtungen ohne Handbuch sollten der Konzeption einen hohen Stellenwert beimessen. Die Konzeption ist die Visitenkarte der Einrichtung und hat doppelte Funktionen: Sie ist Orientierungsrahmen und Handlungshilfe für die Erzieherinnen und sie dokumentiert den Eltern und anderen Kooperationspartnern das Profil der Einrichtung. Eltern haben dadurch die Möglichkeit, die fachlichen Schwerpunkte der AWO- Einrichtung besser kennenzulernen.
Für die AWO Einrichtungen gibt es keine bundeseinheitliche Konzeption, das widerspricht dem demokratischen Ansatz des Verbandes. Verbindlich – im Sinne einer Selbstverpflichtung – sind die AWO-Leitsätze. Aus ihnen ergibt sich die Orientierung am humanistischen Menschenbild und das anknüpfen an den Lebenswelten der Kinder und Eltern.
Als Beispiel hier einer der AWO-Leitsätze: „Wir fördern demokratisches und soziales Denken und Handeln. Wir haben gesellschaftliche Visionen.“
Die AWO setzt sich ein für eine Kultur des Zusammenlebens und Zusammenwirkens, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, zwischen den Generationen und zwischen Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft.
Dies gelingt mit Menschen, die bereit sind, sich aktiv am Gemeinwesen zu beteiligen und soziale und politische Verantwortung zu übernehmen. Diese Bereitschaft und diese Fähigkeiten können in den Kindertageseinrichtungen der AWO entwickelt werden. Sie können Kinder frühzeitig am Gemeinwesen beteiligen, ihre Betätigungs- und Beteiligungsrechte fördern und ihnen soziale Werte und Kompetenzen vermitteln, die für das friedliche Zusammenleben in dieser Gesellschaft erforderlich sind.
Eine besondere Herausforderung ist das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen. Die Tageseinrichtungen sind die erste außerhäusliche Sozialisationsinstanz, in der Kinder mit unterschiedlichen kulturellem Hintergrund gemeinsam erzogen werden. Toleranz und Akzeptanz statt Ausgrenzung ist die Grundorientierung; aus dieser leitet sich der Ansatz der interkulturellen Erziehung ab. Seine Leitidee ist, Unterschiede nicht als Problem, sondern als Chance zu verstehen und zu einer Normalisierung im Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft beizutragen.
Lesen Sie dazu auch
Qualitätspolitik der Arbeiterwohlfahrt
Musterqualitätshandbuch
Die Broschüre: Qualitätsentwicklung in Tageseinrichtungen für Kinder

