Nachrichten-Archiv:

14.06.2007

Die Pflegeversicherung muss in dieser Legislaturperiode zukunftsfest gemacht werden

"Die Pflegeversicherung muss in dieser Legislaturperiode zukunftsfest gemacht werden", so der AWO-Bundesgeschäftsführer Rainer Brückers. Klar dabei sei, so Brückers, "dass stationäre und ambulante Pflege nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen." Der Gedanke, möglicherweise Mittel aus der stationären Pflege in den ambulanten Bereich umzuschichten "ist im Zuge der anstehenden Finanzierungsvorhaben völlig falsch", betonte Brückers. Es sind auch in der Zukunft viele Menschen auf stationäre Pflege angewiesen. "Diese Menschen dürfen im Zuge der Finanzierung einer Pflegereform nicht missachtet werden. Sie haben ein Anrecht auf angemessene Pflege", so Brückers.

Auf Dauer ist eine Verbesserung der Einnahmeseite der Pflegeversicherung unabdingbar. Die AWO fordert schon seit Jahren etwa eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze auf das Niveau der Rentenversicherung; die Einbeziehung anderer Einkommensarten bei der Beitragserhebung (Zinsen, Pachten, Mieten etc.); eine Beitragssatzsteigerung als ein Baustein des Finanzierungsmixes; die Gestaltung der Pflegeversicherung als Bürgerversicherung.