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AWO: Die Betreuungspauschale ist ideologisch geleitet und kontraproduktiv
Der AWO Bundesgeschäftsführer Rainer Brückers kritisiert die Pläne der Großen Koalition, eine Betreuungspauschale für Eltern anzubieten, die ihre Kinder nicht in eine Krippe geben wollen: "Dies ist offenbar ideologisch geleitet und völlig kontraproduktiv. Es werden so Mitnahmeeffekte organisiert und die Finanzierung ist auch noch weitgehend unklar."
"Dabei wurden", so Brückers, "endlich richtungsweisende Beschlüsse zur Zukunft der Krippenplätze in Deutschland gefasst". Mit dem Rechtsanspruch für alle Kinder auf einen Krippenplatz könne etwa dem erwiesenen Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildung wirkungsvoll begegnet werden. Ein erfolgreicher und zügiger Ausbau von Krippenplätzen auf 750.000 bis zum Jahre 2013 ist zugleich "auch in Fragen der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit ein wichtiger Schritt."
Die AWO bestehe weiterhin darauf, die Frage nach den Qualitätstandards der Tageseinrichtungen nicht aus dem Blick zu verlieren. Hohe qualitative Standards seien sowohl für Eltern als auch bildungspolitisch erforderlich und dies erfordere viel gut ausgebildetes Personal, "ansonsten bleiben weitere Pläne an entscheidender Stelle unseriös", unterstreicht Brückers.


