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Verbände fordern Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt
"Es ist gut im Zentrum zu sein, wenn man gehört werden will", sagte Renate Augstein, im Bundesministerium Unterabteilungsleiterin für Gleichstellung, auf einem Empfang des Vereins Frauenhauskoordinierung (FHK). Anlässlich des Umzugs der Geschäftsstelle von Frankfurt nach Berlin diskutierten Verteterinnen und Expertinnen aus Politik, Verbänden und Wissenschaft die provakante Frage „Brauchen wir frauenspezifische Schutz- und Unterstützungseinrichtungen?“
"Frauenhäuser sind nach wie vor unverzichtbar," betonte Barbara Kavemann vom Sozialwissenschaftl. FrauenForschungsInstitut Berlin.
Aktuell fordert der FHK die politisch Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen auf, für Frauen und deren Kindern einen Rechtsanspruch auf sofortigen Schutz und Hilfe bei Gewalt zu schaffen, das umfasst geschützte Unterkunft, Beratung und Unterstützung. Dieser Anspruch soll unabhängig von Einkommen, Aufenthaltstitel, Herkunftsort, gesundheitlicher Einschränkung oder Behinderung der betroffenen Frauen und ihrer Kinder sein. Die derzeitige Finanzierung der Frauenhäuser, Beratungs- und Interventionsstellen erfolgt im Rahmen freiwilliger Leistungen der Länder und Kommunen, die immer wieder von Kürzungen betroffen sind und zudem bestimmte Personengruppen von Schutz und Hilfe ausschliesst. Ein niedrigschwelliger Zugang zum Hilfesystem für alle betroffenen Frauen und deren Kinder ist deshalb nicht gewährleistet. "Wir brauchen den Rechtsanspruch, weil sonst die Schutz und Hilfe für die betroffenen Frauen abhängig von der kommunalen Haushaltssituation bleibt," unterstrich Angela Basekow von der Arbeiterwohlfahrt.
FHK e.V. vertritt die Interessen gewaltbetroffener Frauen und unterstützt Frauenhäuser sowie andere Unterstützungseinrichtungen bei Gewalt an Frauen. Der Verein wird getragen von der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, dem Deutschen Caritasverband e.V., dem Diakonischen Werk der EKD e.V., dem Paritätischen Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V. und dem Sozialdienst katholischer Frauen – Gesamtverein e.V. Dem Verein gehören außerdem Frauenhäuser in freier Trägerschaft an.
Mit freundlichen Grüßen
i. A. Karin Deckenbach
Pressesprecherin


